Artgerechte, ganzjährige Freilandhaltung in Gefahr?

Anfang April fand beim Kirchenwirth in Aigen im Ennstal die jährliche Generalversammlung der Arge österreichischer Hochlandrinderzüchter statt.

Im Vordergrund der Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft steht die Förderung der Reinzucht des Hochlandrindes auf ökologischer Basis. Weiters ist die Erarbeitung von Marketingkonzepten, Erschließung von Vertriebswegen, Erarbeitung von Produktionsrichtlinien und die Organisation einer Qualitätskontrolle erklärtes Ziel des Vereines. Etwa 130 der annähernd 400 Mitglieder vermarkten Ihr Fleisch unter der vereinseigenen Bio Marke HIGHLANDBEEF®.

Obmann Friedrich Hardegg ging in seinem Bericht auf die Rückkehr des Wolfes als besorgniserregende Entwicklung ein. Dies könnte in Zukunft der artgerechten, ganzjährigen Freilandhaltung und der Alm und Weidewirtschaft insgesamt, große Probleme bereiten. Von den Grundbesitzern wird erwartet, dass sie zurückkehrende Prädatoren dulden. Einzufordern sind die richtigen politischen Rahmenbedingungen, um geeignete Managementpläne zu erstellen. Diese gibt es bereits in Niederösterreich beim Fischotter und beim Biber.

Dem Naturschutz und dem einseitigen Tierschutz muss klar gemacht werden, dass es nicht immer nur in eine Richtung zu Ungunsten der Bauern und der Landbevölkerung gehen kann.

Für einen Schulterschluss der gesamten Alm und Weidewirtschaft zu diesem Thema rief auch der steirische Alminspektor DI Franz Bergler zu Beginn seines interessanten Vortrages zum Thema „Almwirtschaft – Ist-Situation und Perspektiven“ auf.

In diesem Jahr fanden im Rahmen der GV auch turnusmäßige Neuwahlen statt. Die  anwesenden Mitglieder bestätigten den langjährigen Vorstand und Obmann Friedrich Hardegg einstimmig. Der langjährige und verdiente Vorarlberger Obmann Josef Mangeng möchte aus gesundheitlichen Gründen dem Vorstand nicht mehr angehören. Als sein Nachfolger wird Helmut Tschegg aus Götzis in den Vorstand gewählt.

Als letzten Programmpunkt vor dem gemeinsamen Mittagessen mit HIGHLANDBEEF® präsentierte Anna Scheffer ihr neues Kochbuch „Feinstes vom Hochlandrind“

 

 

Den Vortrag „Almwirtschaft – Ist-Situation und Perspektiven“ senden wir auf Anfrage gerne zu, ist zu groß für den upload.

Folie „Wolf“

Artikel: Highlandbeef als Nischenprodukt für Gourmets

 

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