Bericht Generalversammlung 2018

Am Sonntag, 8. April fand die Generalversammlung der ARGE Hochlandrind statt. Obmann Friedrich Hardegg konnte 80 Personen im gut gefüllten Veranstaltungssaal beim Kirchenwirt in Aigen/Ennstal begrüssen.

Der steirische Obmann Ing. Ernst Gissing bei seinem Beitrag

In seiner Begrüßungsrede machte der Obmann besonders auf das Thema Wolf aufmerksam sowie auf die geplante Statutenänderung, betreffend das Verbot von Embryotransfer. Der Antrag gegen den Tagesordnungspunkt « Statutenänderung », eingebracht von Dr. Ulf und Mag.Dr. Helga Krückl, wurde verlesen.

Theresia Pirchner präsentierte wiederum in gewohnt perfekter Weise ihren Kassabericht, die Kassaführung wurde von den Kassaprüfern als hervorragend bezeichnet und so erfolgte im Anschluss die Entlastung der Kassierin und des Vorstandes.

In der anschließenden Diskussion zum Thema Verbot von Embryotransfer sowie Haltung und Erwerb von Tieren aus Embryotransfer wurde sehr schnell klar, dass die meisten Züchter dieses Verbot begrüßen. Bei der anschließenden Abstimmung entschied sich schließlich eine Mehrheit von knapp 80% der stimmberechtigten Mitglieder für die geplante Änderung der Statuten. Dies wird insofern für notwendig erachtet, dass wir das Alleinstellungsmerkmal für unsere Bio-Marke HIGHLANDBEEF® unbedingt erhalten wollen und auch unsere Rasse weiterhin möglichst natürlich gehalten werden soll. Denn von ET zu gentechnischen Eingriffen ist es nur mehr ein kleiner Schritt. Der Lizenzvertrag, der zur Verwendung der Marke HIGHLANDBEEF® berechtigt, wurde bereits mit November 2017 dahingehend angepasst und auch von den Lizenznehmern angenommen.

Zum Thema Wolf wurde von Herrn Dr. Krückl berichtet, dass hier keine Unterstützung seitens der Politik zu erwarten ist. Weder in der Finanzierung von Zäunen zur Wolfabwehr noch wird es als notwendig erachtet, den Schutzstatus des Wolfes herabzusetzen.

Referent Nationalrat a.D., Herr Leo Steinbichler und Obmann Friedrich Hardegg

Als Referent war Nationalrat a.D., Herr Leo Steinbichler geladen. Er hielt einen packenden Vortrag über die Palmölproblematik. Palmöl ist praktisch in jedem Nahrungsmittel enthalten, ob Babynahrung, Nutella oder Bio-Margarine. Es gibt sogar AMA-Gütesiegel-Palmöl. Weiteres Thema waren die verwirrenden Gütesiegel. Egal, woher das Schwein oder Rind kommt – wird es in Österreich geschlachtet, erhält es den AT-Stempel. Er sprach auch darüber, dass offiziell eine Eigenversorgung von 140 – 170% bei Rindfleisch bestehe – im Handel befindet sich jedoch nur 37 % österreichisches Rindfleisch in den Regalen. Beim Kalbfleisch sieht es genauso schlecht für östereichische Ware aus : 95 von 100 Kalbsbraten kommen aus dem Ausland, aus dunklen Ställen, gefüttert mit Milchaustauscher = Palmöl.

Im Anschluss lud die ARGE wiederum zum gemeinsamen Mittagessen, zubereitet vom Kirchenwirt, natürlich mit « Feinstem vom Hochlandrind ».

 

 

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