Generalversammlung Niederösterreich

Am Sonntag, den 17.März 2019 versammelten sich die Niederösterreichischen Hochlandrinderzüchter bei unseren Züchterkollegen Heinz und Jochen Hipfinger,  im Hotel Wachau & Restaurant Wachauer Stube in Melk.

Obmann Fenzl Johann begrüßt trotz schönstem Frühlingswetters zahlreiche, interessierte Teilnehmer und berichtete über die letzten 4 vergangenen Jahre.

Positiv ist die Entwicklung bei den Mitgliedern, entgegen dem Bundestrend konnte die Zahl der Mitglieder vergrößert werden.

Pläne für die Betriebe in der Leistungskontrolle, die Neudefinierung des Zuchtzieles in der ARGE Fleischrinder Austria – Bundesrasseausschuss waren das Hauptthema des Referates.

Die Wiegung ist in der Leistungskontrolle ein wesentlicher Bestandteil zur Selektion, neben den Hauptkriterien:  Lebensleistung, Vitalität, und Fruchtbarkeit.

Jährlich ein gesundes Kalb ist das Kapital jeden Fleischrinderzüchters und das so lange wie möglich von ein und derselben Kuh.

Ein 200 Tagegewicht von 200 kg, ein 365 Tagegewicht von 300 kg, hochgerechnet soll dann ein Stier mit 2 Jahren ein Lebendgewicht von 550 – 580 kg erreichen. Ambitioniert, aber das haben Ziele so an sich.

Das sind Leistungen die ein Hochlandrind bei guter Futtergrundlage erreichen kann. Dies ergibt Schlachtkörper die ideal zur Fleischvermarktung (5kg und 10 kg Pakete) sind, und dem Direktvermarkter  einen positiven Deckungsbeitrag bescheren, vor dem so mancher Züchter verblasst.

Derzeit liegt NÖ im Ranking beim 200 Tagegewicht über dem Bundesschnitt bei 182 kg,  beim 365 Tagegewicht ebenso über dem Bundesschnitt bei 268 kg auf Rang 2 hinter OÖ.

Durch Beratertätigkeit unserer Viertelsmänner sollen alle Arge NÖ Mitglieder profitieren um unser ausgegebenes Ziel zu erreichen.

Eine Strategie und züchterische Maßnahmen werden mit unseren Freunden in der NÖ -Genetik bereits erarbeitet.

Den Kassabericht erstellte in gekonnter Weise unser langjähriger Banker in Ruhe, Norbert Butzenlechner, durch seine sparsame Wirtschaftsweise war es auch möglich das Buffet von der Arge NÖ zu finanzieren.

Das Gastreferat – „Landwirtschaft kommunizieren“ von Ing. Claudia Zinner MSc, selbständige Kommunikationsspezialistin, ließ uns zuerst erstarren, als sie uns erklärte wie uns die Gesellschaft als Bauern wahrnimmt.

Weit weg, von dem, wie wir uns eigentlich sehen. Schlussendlich aber konnte sie uns doch noch Mut machen, indem sie unsere Form der Landwirtschaft – Hochlandrinderzucht mit Direktvermarktung als Einzigartig bezeichnete. Abgekoppelt von Massenproduktion, unabhängig in der Gestaltung eines eigenen Marktes.

Im Schauwesen eine fixe Größe ist die Familie Hausberger Elfriede und Fritz aus Zeillern/Mostviertel. Für deren ständige Präsenz auf diversen Schauen in ganz Österreich, war es höchst an der Zeit sie mal hervorzuheben.

Olympisch war der Gedanke, die Siegerliste zierte aber der Name Hausberger, nicht nur einmal. Gruppensieger, Reservechampion und Bemuskelungssieger sind die Titel die sie erringen konnten. Resultat züchterischen Könnens und sorgfältiger Arbeit, Gratulation!

Zum Schluß waren wir zu einem Buffet vom Hochlandrind von der Arge NÖ geladen, kreiert vom Jungchef und Gourmetkoch Jochen Hipfinger. Ein Faß Bier,  von der Zwettler Brauerei spendete Seniorchef Heinz Hipfinger, das Obmann Fenzl Johann mehr oder weniger gekonnt anzapfte.

Bericht und Fotos: Johann Fenzl

 

Veröffentlichung: Anna Rockenschaub

 

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