Ist Schlachten eine Schande?

Heute gibt es in Österreich schon über 14.000 Hochlandrinder. Die Nachfrage nach HIGHLANDBEEF® kann zwar immer noch nicht gedeckt werden aber der Zuchttiermarkt ist in letzter Zeit etwas schwieriger geworden. Dennoch gibt es immer noch Betriebe die sich rühmen alle ihre Tiere in die Zucht verkaufen zu können, und auf Jahre ihre Nachzuchten vergeben haben. In der Realität stellt sich heraus, dass es sich vielfach um einen künstlich herbeigeführten Verkaufserfolg handelt. Denn wenn diese Leute entgegen der von ihnen verbreiteten „enorm hohen Verkaufspreise“ tatsächlich nur viel geringere Preise erzielen oder mit den Tieren überhaupt nur Tauschhandel betreiben, wird die volle Verzweiflung dieser Züchter ersichtlich. Nur um als „guter Züchter“ zu gelten, werden solche Panikhandlungen durchgeführt. Ihre Philosophie, ja nichts schlachten müssen um ja als guter Züchter anerkannt zu werden.  

Das ist der falsche Weg!

Mit der Marke der Österreich Arge HIGHLANDBEEF® könnte man sich eine durchaus vernünftige Direktvermarktung der Tiere aufbauen, die das unwirtschaftliche Verschleudern von „Zuchttieren“ unnotwendig werden lassen. Es ist schon klar, dass im städtischen Bereich die Selbstvermarktung leichter funktioniert als im ländlichen Bereich. Es dauert eben seine Zeit, bis ein Kundenstock aufgebaut ist.  

Warum nehme ich zu diesem Thema eigentlich Stellung?

Ich habe heuer zwei meiner Jungstiere geschlachtet. Zum einen, aus Konsequenz da ich nicht die von mir vorgestellten Verkaufspreise erlösen konnte, und zum Anderen da es lächerlich wäre schlechte Fleischqualität im Supermarkt zu kaufen und die eigenen Tiere unter dem Fleischpreis zu verkaufen.  

Die Schlachtkörper der ca.18 Monate alten Stiere betrugen 245 kg und 286 kg. Der Verkaufserlös in der Direktvermarktung betrug, nach Abzug aller Kosten, 3750,. Euro, somit im Durchschnitt 1875,- Euro pro Tier. Also rechtfertig sich die Schlachtung schon aus wirtschaftlichen Gründen gegenüber dem „Schleuderhandel“.  

Das dies einige der oben genannten, neidvollen, „verzweifelten guten Züchter“ nicht verstehen, und wegen meiner Schlachtung Schadenfreude bei ihnen aufkommt, zeigt ihre Einstellung zur Rinderzucht .  

Zum Beispiel habe ich von einem Züchterkollegen ein Mail bekommen, in dem mir provokant, durch die Blume, züchterisches Versagen vorgeworfen wurde, und weiters massiv versucht wurde mich zu provozieren. Gerade von jenem Züchter von dem mir damals als unerfahrener Neueinsteiger vor Jahren um satte 4000,- Euro eine Kuh mit Kalb eingeredet wurde. Diese Kuh musste ich kurze Zeit später wieder verkaufen. Ich war froh, dass es mir gelang diesen „Saukrüppel“ um 1500,- Euro wieder zu verkaufen da die Qualität keinen höheren Preis rechtfertigte. Daraus sieht man auch, dass es einigen nicht um die Tiere geht, sondern nur ums Geld und sie keine Skrupel haben Neueinsteiger zu überfordern.  

Diese Provokationen und Schadenfreude solcher Leute gehen bei mir ins Leere !!!

Meine großrahmigen, schweren Tiere sind im geschlachteten Zustand noch immer wirtschaftlicher und wertvoller als viele andere Zuchttiere ! Deshalb wird auch in Zukunft auf unserem Betrieb aus wirtschaftlichen Überlegungen, bei Bedarf, geschlachtet werden.  

Ich bin aber weiterhin bestrebt in erster Linie Zuchttiere zu Züchten und bin stolz, dass Österreich weit die ersten Nachkommen des Besamungsstieres Maple Lea Grand Duke auf meinem Betrieb stehen.

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