Wiedersehen mit den Hochlandrindern in Kalabrien

Am 19. Mai 2018 flogen Hermann und Irmgard Strolz aus St. Anton am Arlberg, Karl und Christine Ecker aus Taiskirchen, Adi und Gerlinde Huber aus Pischelsdorf und Helga Krückl aus Windhaag bei Perg nach Kalabrien, um die Hochlandrinder zu besuchen, die sie im Vorjahr dorthin exportiert hatten. Mit von der Partie waren auch Resi Buchmaier und Margit und Erwin Draxler.
Wir wurden vom Besitzer der neuen Herde Dr. Giovanni Tripodi bereits am Flughafen in Lamezia Terme empfangen und nach Macchia di Tuono, seinem Agriturismo- Betrieb gebracht, wo wir während unseres Aufenthaltes sehr komfortabel untergebracht waren.
Der Betrieb Macchia di Tuono, ein großes Landgut, das sich seit Generationen im Familienbesitz befindet und nach biologischen Richtlinien geführt wird, befindet sich auf 1200 m Seehöhe in San Giovanni in Fiore, einem der Kernorte des Parco Nationale della Sila. Mit Erstaunen stellt man fest, dass es an der Südspitze Italiens fruchtbare Wiesen und dichte Schwarzkiefern- und Eichenwälder gibt mit beeindruckendem Unterwuchs. Ein Paradies für Hochlandrinder, die sich bei angenehmer Temperatur sichtlich wohl fühlen. Der Bestand auf Macchia di Tuono hat sich mittlerweile um 5 Kälber vergrößert, die vergnügt über die satte Weide flitzen, und die nächsten Geburten stehen vor der Tür. Dem Besitzer ist es wichtig, den Tieren auch einen großzügigen Stall zur Verfügung zu stellen, der sich sowohl in den kalten Wintermonaten wie auch an heißen Sommertagen bewährt. Die Tiere nehmen den Stall mit sichtlicher Begeisterung an. Heu wird trotz reicher Weide auch in der Vegetationsperiode zugefüttert.
Neben anregenden Gesprächen über die Hochlandrinderzucht wurden wir mit kalabresischen kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt. Unser Gastgeber nahm sich auch die Zeit, uns mit der Geschichte der Region vertraut zu machen und uns beeindruckende Plätze seiner Heimat zu zeigen.
Wir genossen die gemeinsamen Tage und flogen mit der Gewissheit zurück, dass unsere Tiere eine sehr gute und ihnen bestens angemessene neue Heimat bekommen haben.

Text: Helga Krückl

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